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Himmelslaternen

Gefahr durch unbemannte Heißluftballone

 

Innenministerium verbietet "Himmelslaternen"
Seit dem 1. Mai 2009 ist es in Niedersachsen aufgrund einer von Innenminister Uwe Schünemann unterzeichneten Verordnung verboten, so genannte Himmelslaternen aufsteigen zu lassen.
Wie ein Ministeriumssprecher am Donnerstag in Hannover mitteilte, sind von dem Verbot unbemannte Heißluftballone aus Reispapier betroffen, bei denen die Luft mit einer offenen Flamme aus festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erwärmt wird.

Ein Verstoß gegen die Verordnung kann nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Der Verkauf der Heißluftballone fällt nicht unter das Verbot. Der Sprecher hob hervor, dass der Betreiber eines solchen Ballons nach dem Start weder Einfluss auf Richtung noch Höhe des Ballons habe.
                                                                              
Die Himmelslaternen erreichten Flugreichweiten von mehr als 5.000 Metern und Flughöhen von bis zu 400 Metern. "Aufgrund des brennbaren Materials und der offenen Flamme besteht die große Gefahr, am Landepunkt ein Feuer auszulösen."
Der Ministeriumssprecher erinnerte daran, dass Himmelslaternen in den letzten Monaten in Niedersachsen mehrere Brände ausgelöst hätten, bei denen es teilweise nur durch glückliche Umstände nicht zu Personenschäden gekommen sei. 


Beispielhaft nannte der Sprecher einen Garagenbrand im Herbst 2008 im Stadtgebiet von Braunschweig sowie einen Dachstuhlbrand am Neujahrstag 2009 in Bad Harzburg.
Laut Ministeriumsangaben wird ein Verbot unbemannter Heißluftballone seit Monaten bundesweit diskutiert und insbesondere von Feuerwehrverbänden gefordert. Auch ein Ausschuss der Innenministerkonferenz befasse sich mit dem Thema.

Der Ministeriumssprecher betonte, dass ein milderes Mittel als ein Verbot nicht in Betracht komme, weil es in Niedersachsen kaum geeignete Flächen mit ausreichend Abstand zu bebauten Flächen und Verkehrsinfrastruktur gebe, die als erlaubte Flächen benannt werden könnten.

 

Bericht: Niedersächsisches Innenministerium